Start der Rufbusse bei der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen (VVR)

Grimmen. Die Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen (VVR) hat im Rahmen der landesweiten Mobilitätsoffensive in Mecklenburg-Vorpommern beginnend im Juni 2024 bis Sommer 2026 mit dem "VVR-Surfer" flächendeckend Rufbusse eingeführt. Die Fahrplangesellschaft hat hierfür die Planungen durchgeführt.
Die VVR betreibt im Landkreis Vorpommern-Rügen auf dem Festland und auf der Insel Rügen ein großes Netz an Regionalbuslinien, welche die wichtigen Zentren des Landkreises und darüber hinaus überwiegend im Takt verbindet. Die neu eingerichteten Rufbusse sollen Lücken im Verkehrsangebot schließen und dafür sorgen, dass möglichst jeder Ort bei Bedarf einmal pro Stunde angefahren wird.
Das Konzept für die VVR-Surfer beruht auf einem fahrplangebunden Rufbus, der die Bündelung von Fahrtwünschen optimiert, Anschlüsse gewährleistet und die Beauskunftung durch die elektronischen Fahrplanmedien ermöglicht. Der VVR-Surfer fährt auf Basis eines Fahrplans nach Anmeldung über die App oder per Telefon. Die Fahrzeiten berücksichtigen, dass auf einer Fahrt nicht jede Haltestelle angefahren wird.
Buchveröffentlichung: Automatisierter ÖPNV
Im Frühjahr 2024 wurde das Buch "Automatisierter ÖPNV - Hintergründe und praktische Anleitung zur Umsetzung in kleineren Städten und ländlichen Regionen", an welchem der Geschäftsführer der Fahrplangesellschaft B&B mbH, Constantin Pitzen, mitwirkte, veröffentlicht. Es folgt ein Auszug aus dem Vorwort:
"Wollen wir bis 2035 im Bereich des Verkehrs klimaneutral sein, ist eine massive Veränderung in unserem Mobilitätssystem zweifelsohne notwendig. Dass Klimaneutralität nicht allein durch die Elektrifzierung des motorisierten Straßenverkehrs erreicht werden kann, sondern eine grundsätzliche Veränderung des menschlichen Verhaltens bedingt, ist ebenso außer Zweifel. Nur wenn es uns gelingt, den Menschen und seine genuinen Bedürfnisse in das Zentrum des künftigen Mobilitätssystems zu stellen, wird es auch gelingen, dass die Menschen ihr Verhalten anpassen.
Die Herausgeber dieses Handbuchs sind der Überzeugung, dass dies zu schaffen ist und uns dafür die Technologien bereits heute zur Verfügung stehen. Das vorliegende Handbuch widmet sich zwei der wesentlichen Erfolgsfaktoren der Mobilitätswende: einerseits dem ÖPNV und dabei insbesondere dem automatisierten ÖPNV als Alternative für den motorisierten Individualverkehr und andererseits jenen Räumen, in denen es heute nur wenig ÖPNV-Nachfrage gibt und die daher nur sehr unzureichend oder gar nicht versorgt werden."
Das Buch mit seinen über 300 Seiten ist in gebundener Form oder als kostenloser Download erhältlich.
Autonom fahrender Bus "Camil" fährt integriert in den Stadtbusverkehr von Ilmenau

Ilmenau. Im Beisein von Wolfgang Tiefensee, Thüringer Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft, wurde am 15.09.2022 der autonom fahrende und elektrisch angetriebene Kleinbus CAMIL vorgestellt. Das Betriebskonzept der Busse, welches unter anderem auch der Geschäftsführer der Fahrplangesellschaft B&B mbH, Constantin Pitzen, erarbeitete, sieht vor, die Technische Universität Ilmenau mit der Stadt Ilmenau zu verbinden.
Mit dem Bus können bis zu 6 Fahrgäste befördert werden. Für Barrierefreiheit sorgt eine automatisierte, elektrische Einstiegsrampe; die Maximalgeschwindigkeit liegt bei 18 km/h. Ein Operator fährt aktuell noch mit - er kann bei Problemen während der Fahrt eingreifen. Für den autonomen Betrieb werden sowohl Position als auch Bewegungsrichtung des Fahrzeuges ständig erfasst. Verschiedene Sensoren sorgen außerdem für das Einhalten von Sicherheitsabständen sowie für das Feststellen der korrekten Geschwindigkeit. Ein sichererer Betrieb wird auch bei widrigen Wetterverhältnissen gewährleistet.
Seit Betriebsstart am 01.06.2023 wird zunächst der Bahnhof Ilmenau mit dem Campusgelände miteinander verbunden; am Bahnhof ist eine Verknüpfung mit dem Bahnverkehr Richtung Erfurt geplant. Mit dem Projekt eröffnen sich für ÖPNV-Nutzer in Ilmenau nicht nur neue Möglichkeiten, es treibt auch die Entwicklung von innovativen und nachhaltigen Nahverkehrskonzepten voran.
Weitere Informationen hier.
Anhörung: Ausbauen statt einstellen - Regionalbahn in der Prignitz (RB73/74) erhalten

Potsdam. Der Ausschuss für Infrastruktur und Landesplanung in Brandenburg beschäftigte sich am 15.03.2023 zur Frage der Zukunft der RB 73/74 in der Prignitz. Zur Anhörung war neben Vertretern der Deutschen Bahn, dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen und weiterer Verkehrsexperten auch Constantin Pitzen geladen.
Thema der Anhörung war neben weiteren Tagesordnungspunkten das Konzept "Karower Kreuz", dass unter anderem von der Fahrplangesellschaft B&B mbH ausgearbeitet wurde, welches einen landesübergreifenden Zugbetrieb auf der Relation Berlin - Neustadt/Dosse - Pritzwalk - Meyenburg - Karow (Mecklenburg) - Güstrow - Rostock vorsieht. Mit diesem zukunftsfähigen Konzept würde ein nachhaltiger, kundenorientierter Bahnverkehr erreicht und der ländliche Raum gestärkt; durch Umstiege unter anderem in Karow und Pritzwalk können Fahrgastzahlen erhöht und somit wirtschaftlich tragfähige, attraktive Zugfahrten ermöglicht werden.












