Knoten Dreiklang in Rudolstadt: Infrastruktur für den Integralen Taktfahrplan

Rudolstadt. Ob sich an dieser Haltestelle künftig auch Menschen für ein erstes Date begegnen werden, das wissen wir nicht. Was wir jedoch mit Sicherheit sagen können: Seit dem 1. September 2026 können sich an der Haltestelle “Dreiklang” zeitlich abgestimmt verschiedene Buslinien für ein Rendezvous treffen.
Genau diese vermeintlich schmale Randnotiz ist die entscheidende Voraussetzung für eine bessere mobile Erreichbarkeit in einer angemessenen Taktung im Städtedreieck Saalfeld/Saale-Rudolstadt-Bad Blankenburg sowie im gesamten Landkreis: Die Haltestelle ist Verknüpfungspunkt und die Basis für die Entwicklung des Integralen Taktfahrplans (ITF).
Das steckt dahinter.
Mit dem Umbau der Haltestelle in der Saalfelder Straße von Schwarza ist seit September genügend Platz vorhanden, damit sich Busse verschiedener Verkehrslinien zur gleichen Zeit treffen können. Fahrgäste aus unterschiedlichen Richtungen erhalten somit die Chance, von einer Linie auf eine andere umzusteigen; zu den umsteigefreien Direktverbindungen entstehen zusätzliche Umsteigemöglichkeiten. Das bringt mit Blick auf Takt- und Erreichbarkeit im Kreis gleich zwei Vorteile: Zum einen vergrößert sich für ÖPNV-Nutzerinnen und -Nutzer die Reichweite, es können mehr Ziele in einer bestimmten Zeit erreicht werden. Zum anderen entsteht durch die abgestimmten Rendezvous der Busse eine engere Taktung, Wartezeiten werden somit verkürzt oder entfallen komplett – ÖPNV-Nutzerinnen und -Nutzer kommen somit schneller an ihr Ziel. Zunächst gelten noch die alten Fahrpläne. Mit dem Fahrplanwechsel am 1. Januar 2027 entsteht durch den Knotenpunkt ein 15-Minuten-Takt zwischen den Städten Bad Blankenburg, Rudolstadt und Saalfeld. Die positiven Auswirkungen auf das ÖPNV-Busnetz werden aber auch deutlich über das Städtedreieck am Saalebogen hinaus zu spüren sein.
Mit der Rendezvoushaltestelle “Dreiklang” eröffnen wir nicht einfach eine neue Bushaltestelle. Wir schaffen einen modernen und barrierefreien Verkehrsknoten, der Rudolstadt, Saalfeld und Bad Blankenburg künftig noch enger miteinander verbindet und damit ein wichtiges Stück Mobilität der Zukunft im Städtedreieck Wirklichkeit werden lässt.
Jörg Reichl | Bürgermeister von Rudolstadt
Der Umbau der Haltestelle „Dreiklang“ in Rudolstadt-Schwarza zeigt exemplarisch, wie mit Hilfe derartiger infrastruktureller Maßnahmen die Basis für mehr Erreichbarkeit geschaffen wird. Sie ist damit zugleich ein wichtiger Bestandteil in der Verwirklichung des Integralen Taktfahrplanes (ITF). Hinter dem Begriff verbirgt sich ein ausgeklügeltes System aus Stadt- und Regionalbuslinien und dem Bahnverkehr, das eine bessere Erreichbarkeit im ländlichen Raum ermöglicht. Ausgerichtet ist diese Mobilitätsstruktur an leistungsfähigen Verknüpfungspunkten, die die einzelnen Angebote des Nahverkehrs zusammenführen. Dadurch entstehen nicht nur Vorteile für die Fahrgäste, sondern auch für Landkreise und Verkehrsunternehmen. Durch die Neustrukturierung wird der ÖPNV effizienter und für die öffentliche Hand letztendlich auch langfristig bezahlbar.
Den ITF erarbeiten wir als LEG Thüringen mit unseren Expertinnen und Experten der Stadt- und Regionalentwicklung und weiteren Partnern und Fachleuten im Auftrag des Thüringer Infrastrukturministeriums seit 2021.
Die nächsten Schritte.
Wenn ab 1. Januar 2027 der neue Fahrplan im Städtedreieck greift, dann wird für viele Menschen der Region ein Mehr an Erreichbarkeit und Zeitersparnis tägliche Realität und der ÖPNV zu einer denkbaren Alternative zur Fortbewegung mit dem eigenen Auto. Denn dann ist die Haltestelle “Dreiklang” tatsächlich ein leistungsfähiger ITF-Knoten im Städtedreieck: Durch die Abstimmung der Linien S1, S2 und S3 entstehen neue Reiseketten und eine deutlich bessere Vernetzung zwischen Saalfeld, Rudolstadt und Bad Blankenburg. Gleichzeitig werden Angebot und Erreichbarkeit spürbar verbessert. Auf wichtigen Tangenten profitieren Fahrgäste von kürzeren Umsteigezeiten und einem verdichteten Takt bis hin zu einem 15-Minuten-Angebot. Der Dreiklang ist damit mehr als ein Ort für ein Rendezvous von Bus oder Mensch. Er ist ein sichtbares Beispiel dafür, wie der Integrale Taktfahrplan moderne Mobilität, effiziente Verkehrsangebote und eine bessere Erreichbarkeit in den Regionen Thüringens zusammenführt.
(Autor: LEG Thüringen)
Spannende Aufgben bei der Fahrplangesellschaft

Die Fahrplangesellschaft B&B mbH sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine studentische Hilfskraft oder eine(n) PraktikantIn in der ÖPNV-Planung. Unser Ingenieurbüro erstellt hauptsächlich für Städte, Landkreise und Verkehrsunternehmen Fahrplankonzepte. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf Vertaktung und die Linien so aufeinander abzustimmen, dass an möglichst vielen Orten optimale Anschlüsse entstehen. Deshalb planen wir nach dem Prinzip Integraler Taktfahrplan (ITF).
Aufgaben: Linien-, Fahr- und Umlaufplanung nach dem
Planungsprinzip ITF, Planung von Schülerverkehr und Rufbussen, Einsatzgebiet hauptsächlich im Busverkehr im
ländlichen und kleinstädtischen Raum, hoher Planungsfreiraum
Anforderungen: Interesse am Austüfteln und Optimieren von Fahrplänen, mathematisches Verständnis, erste Erfahrungen am Erstellen von Fahrplankonzepten, Kenntnisse in Microsoft Excel und QGIS
wünschenswert, optional einfache Kenntnisse in Programmierung, optional Interesse am automatisierten Fahren
Rahmenbedingungen, flexible Wochenstunden (ab 8 h/Woche wählbar), flexible Arbeitszeiten (wählbar innerhalb von
Mo - Fr zwischen 10 - 18 Uhr), Büro im Zentrum von Potsdam, ca. 20% Homeoice möglich, engagiertes kleines Team von 5 Personen aus, Überzeugungstätern, sodass man in viele Aufgaben einbezogen wird, angemessene Vergütung.
Bei Interesse: Melde dich gern informell mit ein paar Stichpunkten über dich und deinen Kontaktdaten bei:
Fahrplangesellschaft B&B mbH, Lindenstraße 37, 14467 Potsdam, Tel.: (0331) 6475 1961, E-Mail:
Expertenanhörung im Schweriner Landtag zum Konzept Karower Kreuz 365+
Schwerin. Das Konzept Karower Kreuz 365+ für den Bahnverkehr zwischen Berlin, Rostock, Hagenow/Ludwigslust und Waren (Müritz) wurde von den Gutarchterbüros sma+, spreeplan, Schüssler-Plan und Spiekermann als Entscheidungsgrundlage für die Landesregierungen von Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg untersucht. Im Rahmen einer Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Infrastruktur, Energie, Tourismus und Arbeit fand am 06.03.2026 eine Expertenanhörung zu den Gutachten im Schweriner Landtag statt.
Nach der Vorstellung der Gutachten haben Constantin Pitzen, Geschäftsfüher der Fahrplangesellschaft, tätig im Auftrag der Bürgerinitiative Südbahn, und Hans Leister vom Bündnis Schiene Berlin Brandenburg das Konzept 365+ vorgestellt und die Gutachten bewertet. Die Diskussion mit den Landtagsabgeordneten drehte sich vor allem um die Frage der Bewertung der Varianten "80 km/h" und "160 km/h" und ihrem jeweiligen Nutzen für die beiden Bundesländer.
Start der Rufbusse bei der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen (VVR)

Grimmen. Die Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen (VVR) hat im Rahmen der landesweiten Mobilitätsoffensive in Mecklenburg-Vorpommern beginnend im Juni 2024 bis Sommer 2026 mit dem "VVR-Surfer" flächendeckend Rufbusse eingeführt. Die Fahrplangesellschaft hat hierfür die Planungen durchgeführt.
Die VVR betreibt im Landkreis Vorpommern-Rügen auf dem Festland und auf der Insel Rügen ein großes Netz an Regionalbuslinien, welche die wichtigen Zentren des Landkreises und darüber hinaus überwiegend im Takt verbindet. Die neu eingerichteten Rufbusse sollen Lücken im Verkehrsangebot schließen und dafür sorgen, dass möglichst jeder Ort bei Bedarf einmal pro Stunde angefahren wird.
Das Konzept für die VVR-Surfer beruht auf einem fahrplangebunden Rufbus, der die Bündelung von Fahrtwünschen optimiert, Anschlüsse gewährleistet und die Beauskunftung durch die elektronischen Fahrplanmedien ermöglicht. Der VVR-Surfer fährt auf Basis eines Fahrplans nach Anmeldung über die App oder per Telefon. Die Fahrzeiten berücksichtigen, dass auf einer Fahrt nicht jede Haltestelle angefahren wird.












